Die Antares 18P verwendet ein ventilloses AFWE Pulstriebwerk („Advanced Focused Wave Engine”). Das eingesetzte Triebwerk ist die aktuelle Entwicklungsstufe der Turbinenfamilie, deren Grundidee bereits vor mehr als 60 Jahren durch deutsche Luftfahrtingenieure entwickelt worden war.
Pulse-jet
Der sehr einfache – um nicht zu sagen simple – Aufbau ohne jegliche bewegten Teile, macht das Triebwerk zum idealen Ersatz der bekannten Turbotriebwerke: höchstmögliche Verlässlichkeit bei minimalen Herstell- und Wartungskosten.
Vielstofftriebwerk
So wie Segelfliegen eine umweltfreundliche Sportart ist, so setzt auch das Triebwerk der Antares 18P neue Maßstäbe bei der Umweltfreundlichkeit. Gestartet wird das Triebwerk mit einem Propan-Buthan-Gemisch; nach einer sehr kurzen Aufwärmphase wird auf Flüssigtreibstoff umgeschaltet, der in Kühlschlangen, die um die Verbrennungskammer laufen, zugeführt wird. Mit dieser Technik wird auf der einen Seite die Temperatur der Verbrennungskammer reguliert und auf der anderen Seite der Flüssigtreibstoff in brennbares Gas verdampft. Der überragende Vorteil hiervon ist, dass das Triebwerk praktisch mit allem, von Jet A1 bis zu altem Speiseöl, betrieben werden kann – ein optimales Recycling von ansonsten wertlosen Abfallstoffen. In einem zweiten Schritt wird derzeit eine leistungsstärkere Treibstoffpumpe entwickelt, mit der es möglich sein wird, selbst Schweröl zu verwenden – und das zu unschlagbar niedrigen Kosten.
Triebwerksleistung
In Verbindung mit der ausgezeichneten Aerodynamik der Antares 18P und dem sehr schmal bauenden Triebwerk können sehr hohe Reisegeschwindigkeiten erzielt werden. Der Treibstoff wird in zwei Gummitanks, die ihren Platz in den beiden inneren Wassertanks (2 x 50 Liter) finden, mitgeführt. Damit wird eine außergewöhnliche Reichweite erzielt.
Bedienung
Um das Triebwerk simpel und doch intuitiv bedienbar zu machen, wird in der Antares 18P ein auf die Bedürfnisse der Segelflieger optimiertes ubuntu Linux-System, das auf einem 520 RISC-Prozessor läuft, verwendet. Erstmalig wird damit ein selbstlernendes System in einem Segelflugzeug eingesetzt, das in höchstem Maße antizipativ auf die Aktionen des Piloten reagiert. Alle notwendigen Antriebsdaten werden – als Option auch mit FLARM-Daten – über das Head-Up-Display, das im Instrumentenbrett installiert sein wird, eingespiegelt. Die eingespiegelten HUD-Daten werden über ein modifiziertes, monochromes TFT-Display erzeugt.
Antares 18P: Die Tage des Donners können kommen!
